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3 kleine Minipizzen mit Erbsen, Mais und Tomate belegt auf einem mit Backpapier geschütztem Holzbrett. Von der Seite fotografiert, vor dunkelgrauem Hintergrund.

Oh, nein: Mein Kind isst zu wenig! Was jetzt?

26.02.2020
Bist du manchmal unsicher, ob dein Kind genug isst? Befürchtest du, dass dein Liebling nicht genug Nährstoffe und Energie für ein gesundes Wachstum aufnimmt? Wir möchten dich beruhigen und dir verdeutlichen, dass vorübergehende Essschwierigkeiten völlig natürlich sind und zu einigen Entwicklungsstufen einfach dazugehören. Zusätzlich erklären wir dir, wann es sinnvoll ist, die Essprobleme von einem Kinderarzt abklären zu lassen.

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Inhaltsverzeichnis:

Muss ich mir Sorgen machen?

Viele Kinder durchlaufen vom Baby bis zum Schulkind Phasen, in denen sie sehr wenig essen. Während so manches Kleinkind plötzlich seinen Brei ablehnt, essen andere Kinder nur sehr einseitig oder Mini-Portionen.

Warst du vielleicht auch schon mal irritiert, dass dein Sohn oder deine Tochter nur wenig Hunger hatte oder eine ganze Mahlzeit ausgelassen hat? Es ist verständlich, dass du als Elternteil erstmal irritiert oder verunsichert bist, wenn dein Kind unerwartet das Essen verweigert.

Ich möchte dich bereits an dieser Stelle beruhigen: So lange dein Baby oder Kind nur vorübergehend wenig isst, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.

Anders sieht es aus, wenn Kinder über einen längeren Zeitraum sehr wenig oder zu einseitig essen.

Ich möchte dir erklären, welche Gründe zu kindlichen Essschwierigkeiten führen können. Du erfährst, wann es an der Zeit ist, gegenzulenken, um einen Energie- und Nährstoffmangel auszuschließen.

Zusätzlich präsentiere ich dir alltagstaugliche Tipps, damit dein Kind wieder Spaß am Essen entwickelt. Abgerundet wird dieser Artikel mit ein paar nährstoffreichen und kindgerechten Rezepten samt Spaßfaktor, denen Klein und Groß sicher nicht widerstehen können.

Wie verhalte ich mich richtig, wenn mein Kind zu wenig isst?

Wenn dein Kind das erste Mal deutlich weniger isst oder bestimmte Lebensmittel verschmäht, empfehle ich dir, die Situation möglichst gelassen zu beobachten und anzunehmen.

Dadurch schaffst du eine entspannte Atmosphäre und signalisierst deinem Kind, dass es okay ist, wenn es gelegentlich wenig Appetit hat.

Bei der nächsten Mahlzeit oder am nächsten Tag sieht es oft schon wieder ganz anders aus. Falls dein Kind über einen längeren Zeitraum deutlich weniger isst, solltest du dich hingegen auf Ursachenforschung begeben.

Wie du vorgehst, hängt davon ab, ob du mit deinem Kind bereits verbal kommunizieren kannst. Kleinkinder und ältere Kinder kannst du miteinbeziehen bzw. direkt fragen, warum sie keinen Hunger haben.

Vermeide bei älteren Kindern allerdings Diskussionen zu ihrem Essverhalten am Esstisch.

Sollte sich herausstellen, dass psychologische Faktoren hinter der geringen Essmenge stecken, würdest du die Situation dadurch nur unnötig verschärfen.

Falls es wiederum ein Baby ist, das wenig Appetit hat, beobachte es aufmerksam und beherzige die folgenden Tipps.

Hier findest du einen Artikel zu gesunder Kost für Babys: Babybrei selber machen: So einfach kochst du nährstoffreiche Beikost

Übe dich in Geduld und Gelassenheit

Wie bereits erwähnt, handelt es sich meistens um vorübergehende Phasen, in denen dein Kind weniger Appetit hat. Schließlich variiert dein Essverhalten auch von Tag zu Tag.

Wichtig ist, dass du dein Kind als eigenständigen kleinen Menschen mit eigenen Bedürfnissen wahrnimmst.

Daher solltest du die Hunger- und Sättigungssignale deines Kindes respektieren.

Vielleicht gab es zu Beginn des Stillens auch Startschwierigkeiten, weil dein Kind die Brust nicht annehmen wollte oder deine Brustwarzen schmerzten. Bereits da wirst du vermutlich schon festgestellt haben, dass Gelassenheit bzw. das vorübergehende Füttern von Fläschchen das beste Rezept ist.

Übe dich auch später in Geduld oder weiche bei Bedarf auf individuelle Alternativen aus. Isst dein Kind zum Beispiel sehr wenig am Morgen, serviere ihm zum Mittag eine besonders nährstoffreiche Mahlzeit mit ausreichend Energie.

Überlasse deinem Kind die Entscheidung, wie viel es essen möchte

Bevor du den Teller deines Kindes befüllst, beziehe dein Kind mit ein, wie viel es essen möchte. Falls es noch zu klein ist, nimm erstmal eine kleinere Menge und warte ab, ob dein Kind nach dem Aufessen nach mehr verlangt.

Sobald dein Kind alt genug ist, kann es sich selbst bedienen und so oft nachnehmen, bis es satt ist. Dabei könnt ihr vereinbaren, dass es lieber erstmal eine nicht zu große Portion wählt. Bei Bedarf kann sich dein Kind dann noch mehr auffüllen. Dadurch förderst du seine Selbstständigkeit.

Als Orientierung gilt: Du bestimmst, wann und was es – unter Einbezug der Vorlieben deines Kindes – zu essen gibt, dein Kind bestimmt, ob und wieviel es essen möchte.

Lass dein Kind so früh wie möglich eigenständig essen

Sobald dein Kind alleine essen kann, wird es dies vermutlich genießen. Im Kleinkindalter, wenn dein Kind nach dem ersten Lebensjahr Schritt für Schritt am gemeinsamen Familienessen teilnimmt, entwickeln Kinder oft ein ausgeprägtes Autonomiebedürfnis.

Ein erstes Zeichen kann sein, dass dein Baby bereits bei der Breifütterung den Löffel wegschiebt oder seinen Mund wegdreht. Schaue genau hin und versuche zu deuten, ob dein Kind die Speise nicht mag, keinen Appetit hat oder es einfach selbst essen möchte.

Falls der Tisch bei den ersten selbstständigen Essversuchen einem kleinen Schlachtfeld ähnelt, versuche gelassen zu bleiben. Aller Anfang ist schwer. Achte auf praktische Lätzchen – zum Beispiel mit Auffangschale – und auf bruchsicheres Geschirr und leichtes Besteck, das gut in der Kinderhand liegt.

Je nach Mahlzeit ist es zu Beginn vollkommen okay, wenn kalte Speisen, die schwierig zu schneiden sind, in kleinen Stückchen serviert werden und per Hand gegessen werden. Das fördert zugleich das sinnliche Erlebnis.

Die optimale Zeit und Dauer der Mahlzeit

Wenn du an den Beginn der Stillzeit zurückdenkst, wirst du dich vermutlich daran erinnern, dass sich Atmosphäre und Dauer der Milchmahlzeit erstmal einpendeln mussten.

Ich empfehle dir, insbesondere für eine angenehme, stressfreie Atmosphäre zu sorgen.

Dadurch wird es deinem Kind leichter fallen, während der Mahlzeit auf deinem Schoß, im Hochstuhl oder später auf einem Familienstuhl sitzen zu bleiben. Gerade Kleinkindern fällt es mitunter schwer zu warten, bis alle fertig sind.

Es ist allerdings ein wichtiger Lernprozess, sich ausreichend Zeit für die Mahlzeit und das Sattwerden zu nehmen. Diesbezüglich ist deine Vorbildfunktion gefragt. Falls du selbst hastig isst, versuche dir spätestens zu den gemeinsamen Mahlzeiten mit deinem Kind anzugewöhnen, das Familienessen in aller Ruhe zu genießen. Im stressigen Alltag sollten es zumindest ca. 20 Minuten sein.

Länger als eine halbe Stunde ist es allerdings für die meisten Kleinkinder eine zu große Herausforderung, mehr oder weniger ruhig am Tisch sitzen zu bleiben. Im Vordergrund sollte daher stehen, langsam zu essen, gründlich zu kauen und nach dem Essen die Mahlzeit noch kurz am Tisch ausklingen zu lassen.

Welche Gründe stecken hinter dem “Nicht-Essen-wollen”?

Wenn dein Kind das Essen verweigert oder das Stillen bzw. Füttern sehr lange dauern, handelt es sich meistens um ganz natürliche Anpassungsstörungen an die neue Situation. In folgenden Phasen treten Essschwierigkeiten besonders häufig auf.

Mögliche Anpassungsstörungen:

  • Übergang vom Stillen zum Saugen an der Milchflasche
  • Einführung der Beikost
  • Übergang vom Brei zur Familienkost
  • Übergang vom Füttern zum eigenständigen Essen

Obwohl viele Kinder das eigenständige Essen lieben, kann es zu Beginn ebenfalls zu Anpassungsstörungen kommen. Daher ist es besonders wichtig, dass du das Essen vorher mundgerecht kleinschneidest und deinem Kind kindgerechtes Besteck anbietest oder es mit der Hand essen lässt.

Falls es sich nicht um vorübergehende Anpassungsstörungen handelt, sondern das Thema “Essen” dir und deinem Kind große Schwierigkeiten bereitet und den Alltag belastet, ist es hingegen sinnvoll und wichtig, dir Unterstützung zu suchen.

Dadurch können Krankheiten ausgeschlossen oder psychologische Faktoren erkannt werden.

Was du tun kannst, wenn dein Kind dauerhaft sehr wenig isst und du dir zunehmend Sorgen machst, erkläre ich dir später unter “Wann sollte ich mir Unterstützung bei Essschwierigkeiten holen?”.

Essschwierigkeiten und Essstörungen vorbeugen – Weder Verbote noch Zwang

Zunächst möchte ich dir den Unterschied zwischen Essschwierigkeiten und einer Essstörung erklären.

Während gelegentliche Essschwierigkeiten im Laufe der Kindheit natürlich sind und immer mal wieder zum Alltag dazugehören können, sind „echte“ Essstörungen behandlungsbedürftig und klar von vorübergehenden Essschwierigkeiten abzugrenzen.

Allerdings können Essschwierigkeiten zu einer Essstörung führen, wenn sie überdramatisiert werden oder Eltern falsch – zum Beispiel sehr streng – darauf reagieren.

Solange dein Kind nicht unter- oder übergewichtig ist, liegt die Nahrungsmenge allein in der Hand deines Kindes. Dadurch kann es ein natürliches Hunger- und Sättigungsempfinden entwickeln. Eine von dir limitierte Portionsgröße kann hingegen zu Heißhunger und einem erhöhten Risiko für spätere Essstörungen – z.B. zu Essanfällen oder Adipositas (krankhaftes Übergewicht) – führen.

Wird ein Kind trotz Sättigung gezwungen aufzuessen, kann dies ebenfalls der Einstieg in eine spätere Essstörung wie Anorexie (Magersucht) sein.

Verzichte auf animierende Sprüche wie “Nur wenn du deinen Teller leer ist, scheint morgen die Sonne” oder “Wenn du etwas übrig lässt, gehst du heute eher ins Bett”. Dadurch schaffst du eine riskante Verbindung zwischen “Essen” und “Emotionen”.

“Emotionalisiertes Essen” kann wiederum ein weiterer Auslöser für eine Essstörung sein, der sehr häufig eine Rolle bei Betroffenen spielt. Aus gleichem Grund sollten Süßigkeiten nie als Belohnung genutzt oder ein Süßigkeiten-Verbot aufgestellt werden.

Struktur und Routinen schaffen Vertrauen

Da Kinder Routinen und Struktur benötigen, achte auf möglichst feste Essenszeiten. Deckt am besten gemeinsam den Tisch, um euch auf das gemeinsame Essen einzustimmen. Ich empfehle dir zusätzlich, dein Kind bereits im Kleinkindalter direkt mit in das Abräumen und gegebenenfalls auch das Abwaschen miteinzubeziehen.

So steigen die Chancen, dass Kinder ganz automatisch helfen und nicht quengeln, wenn sie mithelfen sollen. Dabei geht es bei kleinen Kindern weniger um eine Arbeitserleichterung für dich selbst, sondern viel mehr um das frühe Heranführen an Routinen.

Vertraue deinem Kind

Selbst Babys spüren, was ihnen gut tut. Wenn du für vollwertige, altersgerechte Mahlzeiten sorgst, kannst du den Signalen deines Kindes ruhig vertrauen.

Dein Kind besitzt von Natur aus die Fähigkeit, die Nahrungsmenge seinen jeweiligen Bedürfnissen anzupassen.

In deiner Hand liegt wiederum, dass du kindgerechte, nährstoffreiche Mahlzeiten servierst. Dabei ist deine Vorbildfunktion gefragt, da sich insbesondere Babys und Kleinkinder an dem Verhalten ihrer Eltern – als wichtigste Bezugspersonen – orientieren.

Länger anhaltende Essschwierigkeiten entstehen häufig erst durch psychologische Faktoren bzw. dann, wenn die natürlichen Signale von außen gestört werden.

Wichtig ist, dass du aufmerksam bzw. emphatisch bist und den Essensprozess – auch in schwierigen Zeiten – begleitest. So lange dein Kind einen insgesamt aktiven, gesunden und zufriedenen Eindruck macht, kannst du darauf vertrauen, dass dein Kind ausreichend isst.

Schaffe eine angenehme Atmosphäre ohne Ablenkung

Insbesondere bei Essschwierigkeiten spielt eine Wohlfühl-Atmosphäre am Tisch die Hauptrolle. Dazu gehört nicht nur ein farblich ansprechendes Geschirr und ein bequemer Stuhl, sondern es ist wichtig, dass sich dein Kind voll und ganz auf das Essen konzentrieren kann.

Daher können nicht nur ein laufender Fernseher oder Radio, sondern auch eine laute Waschmaschine oder sonstige Störfaktoren eine ruhige Atmosphäre stören.

Damit dein Kind von Anfang an lernt, ohne Ablenkung zu essen, verzichte auch darauf, während des Stillens oder Essens am Smartphone herumzuspielen, Mails zu checken oder in einer Zeitschrift zu blättern: Stichwort Vorbildfunktion.

Das gemeinsame Familienessen soll positiv behaftet und genussvoll sein. Daher sind schwer verdauliche Themen – im wahrsten Sinne des Wortes – fehl am Platz. Vereinbart, dass Kommentare wie “Igitt, so etwas esse ich nicht” oder sonstiges Herummäkeln am Essen nicht willkommen sind und kleinere Geschwister negativ beeinflussen können.

Eine kindgerechte Präsentation als A und O

Essschwierigkeiten können im Vorfeld vermieden werden, wenn du deinem Kind die Speisen visuell ansprechend servierst. Du musst keine perfekt geschnitzten Rohkost-Tiere kreieren, kannst aber z. B. auf Gemüse in bunten Farben setzen. Dadurch versorgst du dein Kind gleichzeitig facettenreich mit Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.

Pizzalinchen Pizza kannst du mit verschiedenfarbigem Gemüse etwas gesünder gestalten und kleinere Portionen servieren. Foto: SevenCooks

Überrasche dein Kind mit besonderen Formen und probiere doch mal unsere unwiderstehlichen Gemüsespieße mit Tofu aus.

Viele Kinder lieben kugelförmige Formen wie kleine Veggie-Buletten oder Rohkost als bunte Sticks, wenn sie diese selbst in einen Dip tauchen dürfen.

Auch Herzen, Sterne oder Tierformen kommen gut bei Kids an. Wie wäre es mit diesen veganen Dinkelpfannkuchen in Herzform zum Sonntagsfrühstück, die du mit saisonalem Obst wie sommerlichen Beeren servierst?

Sei kreativ und vergib deinen Kreationen originelle Namen wie “Fußbälle”, “Gartenwurst” für Gurke aufs Brot oder “Piratenspieß” für aufgespießtes Obst.

Am Wochenende oder wann immer es passt, bezieh dein Kind mit in die Essenplanung und Zubereitung ein.

Serviere das klassische Abendbrot, indem du alle Zutaten auf den Tisch stellst und dein Kind sich selbst sein eigenes Brot “bauen” kann. Aus Radieschen werden “Leuchtkugeln” und aus Rohkost-Sticks “bunte Gemüse-Pommes”.

Kindgerechte Präsentation:

  • kleine Formen
  • bunte Farben (z. B. Bunte Quinoa-Bällchen auf Salat)
  • Rohkost zum Selber-Dippen
  • Tier-Formen
  • Lustige Namen
  • Gemüse und Obst zum Aufspießen (z. B. Mini-Mais-Spieße)
  • Brot und Wraps zum Selber-Belegen

bunte Tierbrote Unsere rein pflanzlich gefärbten bunten Tierbrote sind bei den Kids der Hit und können mit Rohkost und Dips serviert werden. Foto: SevenCooks

Tipp: Einfach die Marinade unserer Mini-Mais-Spieße ohne Cayennepfeffer zubereiten.

Wann sollte ich mir Unterstützung bei Essschwierigkeiten holen?

Falls du ratlos bist, dich und dein Kind die Essenssituation zunehmend belastet und du dir Sorgen machst, ob dein Kind ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt wird, ist es an der Zeit zu handeln.

Bei folgen Situationen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll:

  • dein Kind verweigert häufig und hartnäckig Mahlzeiten
  • dein Kind braucht regelmäßig ungewöhnlich viel Zeit beim Stillen
  • dein Kind zeigt dauerhaft überhaupt kein Interesse am Essen
  • dein Kind sendet keine Signale, dass es Appetit oder Hunger hat
  • dein Kind braucht regelmäßig ungewöhnlich lange Zeit beim Füttern
  • dein Kind würgt oder spuckt das Essen häufig aus
  • dein Kind nimmt nicht ausreichend zu sondern ab
  • das Gewicht deines Kindes stagniert
  • dein Kind weint häufig direkt vor oder während des Essens

Solche hartnäckigen Essprobleme betreffen nur wenige, schätzungsweise 5 bis 10 Prozent der Kinder. Sie gehören schon eindeutig zur Kategorie “Essstörung”, die sich klar von vorübergehenden Essschwierigkeiten abgrenzen.

Um zu verhindern, dass dein Kind eine sogenannte Gedeihstörung entwickelt, bei der es zu Wachstumsverzögerungen kommt, es an Gewicht verliert oder es zum Gewichtsstillstand kommt, ist ein Termin beim Kinderarzt unerlässlich.

Je nach Diagnose könnt ihr gemeinsam entscheiden, ob zum Beispiel eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll ist. Es kann sich allerdings auch um eine chronische Erkrankung oder eine Störung der Appetitregulation handeln, die in die Hände eines Spezialisten gehört.

Die besten Tipps für „Suppenkasper“ – So macht das Essen wieder Spaß

Da es sich in den meisten Fällen allerdings um vorübergehende, wenn auch teils nervenaufreibende Essschwierigkeiten handelt, möchte ich dir abschließend noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, damit das Essen wieder eine genussvolle Auszeit für dich und die ganze Familie wird.

  • Achte auf altersgerechte Mahlzeiten, zum Beispiel auf eine nicht zu harte Konsistenz bei Kleinkindern.

  • Würze die Speisen mild, verwende keinen Pfeffer oder Chili (nur für ältere Kinder bzw. Teenager) und peppe die Speisen mit frischen Kräutern vitaminreich auf

  • Buntes, ansprechend serviertes Essen steigert den Appetit und die Lust auf das Essen. Backe kleine Vollkornbrötchen und nenne sie “Zwergenbrötchen”. Serviere als Dessert Obstspieße oder unsere vitaminreichen Ananas-Pommes mit Erdbeer-Ketchup

Ananaspommes Der Vitamin-Booster für Groß und Klein: Ananas-Pommes mit Erdbeer-Ketchup. Foto: SevenCooks

  • Bleibe konsequent, wenn es um gesunde Mahlzeiten geht. Bezieh dabei die Lieblingsspeisen deines Kindes so oft wie möglich mit ein, erkläre ihm aber altersgerecht, warum nähsrtoffreiche Lebensmittel wichtig sind

  • Suche nach vollwertigen Alternativen zu Pizza, Burger und Co. Ich lege dir diesbezüglich z.B. unsere nährstoffreichen Pizzalinchen ans Herz. Wer kann da schon widerstehen?

  • Serviere den Klassiker “Nudeln mit Tomatensoße” mit Vollkorn-Spirelli und reiche dazu “Konfetti” aus bunten Paprikawürfeln

  • Lass dich nicht von den Packungsangaben bezüglich der Menge verunsichern. Jeder Tag und jedes Kind “isst” verschieden. Mal verputzt dein Liebling gleich zwei große Portionen, ein anderes Mal fällt die Portionsgröße sehr klein aus

  • Bleib in Essenssituationen möglichst flexibel, gelassen und achte stets auf die Signale deines Kindes

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Titelbild: SevenCooks

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