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    Suppe in Gläsern in GefriertruheSuppe in Gläsern in Gefriertruhe

    Essen haltbar machen: Alles, was du übers Einfrieren wissen musst

    Simon vom SevenCooks Team
    Zu viel gekocht? Dann friere deine Reste ein. Fast jedes Lebensmittel lässt sich so haltbar machen. Worauf du achten solltest, um hohe Qualität zu erhalten und Gefrierbrand zu vermeiden.

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    Waren die Augen schon wieder größer als der Magen? Ich kenne das.

    Doch wenn du zu viel gekocht hast, musst du dich weder überfressen noch etwas wegwerfen. Friere die Reste doch einfach an.

    Einfrieren zählt zu den schonendsten Methoden, Lebensmittel haltbar zu machen und funktioniert mit fast allem: vom einzelnen Gemüse bis zum fertigen Gericht.

    Wenn du ein wenig vorausplanst, vergrößerst du damit sogar deine Zutatenauswahl für das ganze Jahr. Nimm einfach ein paar Exemplare deines Lieblingsobsts oder -gemüses beiseite, wenn sie bei uns Saison haben, und friere sie ein.

    Dann kannst du auch im Februar Himbeeren genießen oder Spargel im September. Und das ohne auf energieintensive Importe oder Lagerware zurückzugreifen.

    (Auf der Suche nach Lebensmitteln zum Einfrieren? Diese Zutaten sind im Erntemonat September aus heimischem Freilandanbau verfügbar)

    Alles was du übers Einfrieren wissen musst, habe ich dir in der folgenden Anleitung zusammengefasst.

    Welche Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren?

    So gut wie alles. Fast jedes Obst, Gemüse, sogar Backwaren, Kräuter und komplette Gerichte.

    Einfrieren: Header

    Je frischer das Lebensmittel ist, umso besser sind Konsistenz und Inhaltstoffe. Obst und Gemüse sollten keine angeschlagenen Stellen oder andere Beschädigungen haben.

    Einfacher ist es aufzuzählen, was sich nicht zum Einfrieren eignet:

    • Sahnehaltige Produkte.
    • Unverarbeitete Kartoffeln, weil die Kälte ihre Zellstruktur zerstört.
    • Milch, Weichkäse, Joghurt.
    • Eier.

    Etwas aufpassen solltest du bei besonders wasserhaltigen Lebensmitteln. Sie können beim Auftauen matschig werden und eignen sich anschließend besser zum Kochen als zum rohen Verzehr. Dazu zählen Gurken, Tomaten, Blattsalate, Wassermelonen oder Weintrauben.

    Welche Hilfsmittel brauche ich zum Einfrieren?

    • Gefäße, die sich möglichst luftdicht verschließen lassen. Zum Beispiel Dosen und Gläser mit Deckel oder auch Gefrierbeutel mit Klammern.

    • Einen Kühlschrank mit Gefrierfach oder gleich einen ganzen Gefrierschrank mit einer konstanten Temperatur von mindestens -18 Grad.

    • Etiketten, um die Gefäße mit Datum und Inhalt zu beschriften.

    Wie lange sind gefrorene Lebensmittel haltbar?

    Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Die Haltbarkeit hängt von Zustand und Qualität des Lebensmittels beim Einfrieren ab. Auch von der „Verpackung“ und ob die Temperatur im Gefrierfach konstant war.

    An den folgenden Richtwerten kannst du dich orientieren:

    • Gemüse: 6-12 Monate (Karotten sogar bis 18 Monate)
    • Obst: 9 bis 12 Monate (Himbeeren und Erdbeeren sogar bis 24 Monate)
    • Kräuter: 6-10 Monate
    • Backwaren: 1-3 Monate
    • Gekochtes: 1-3 Monate

    Um sicher zu gehen: Prüfe das Lebensmittel nach dem auftauen mit deinen Sinnen. Wenn etwas merkwürdig aussieht, riecht oder gar schmeckt, solltest du es entsorgen.

    Was ist Gefrierbrand und wie kann ich ihn vermeiden?

    Gefrierbrand verändert die Konsistenz und den Geschmack des Lebensmittels, gesundheitsgefährlich ist er jedoch nicht.

    Er tritt meist in Form brauner oder weißer Verfärbungen auf.

    Gefrierbrand entsteht durch Temperaturschwankungen oder schlechte Verpackung. Bei Kontakt des gefrorenen Lebensmittels mit Luft verdunstet Wasser. Die betroffene Stelle nimmt beim Auftauen kein Wasser mehr auf.

    Du kannst Gefrierbrand verhindern, indem du die Lebensmittel luftdicht verpackst und für konstant niedrige Temperaturen im Gefrierfach sorgst. Also die Tür immer gut schließen und nicht zu lange offen stehen lassen.

    Lebensmittel einfrieren - Schritt für Schritt

    Einfrieren: Gemüse im Eisbad

    1. Lebensmittel vorbereiten:

    • Gemüse und Obst vor dem Einfrieren putzen, trocknen und in Stücke schneiden.
    • Gemüse 1 bis 2 Minuten blanchieren, um Keime zu töten und Enzyme zu deaktivieren, was die Haltbarkeit erhöht. Anschließend in Eiswasser abschrecken.
    • Bereits Gekochtes in kleinen Portionen auf Zimmertemperatur abkühlen.

    Einfrieren: Karottenstücke in Dose

    2. Lebensmittel abpacken

    • Lebensmittel in praktische Portionsgrößen unterteilen, sodass du später wählen kannst, wie viel du auf einmal auftaust. Am besten nicht mehr als 1 Kilogramm pro Portion.
    • So luftdicht wie möglich verpacken, um Gefrierbrand zu vermeiden. Vakumieren wäre optimal, aber festsitzende Deckeln und Klammern reichen in der Regel auch.
    • Als Gefäß gibt es Alternativen zum Gefrierbeutel, die sich im Gefrierfach besser anordnen lassen, zum Beispiel Gläser und Frischhalteboxen.
    • Gefäße nicht komplett füllen, weil sich Lebensmittel beim Einfrieren ausdehnen. Das gilt vor allem für flüssige Gerichte, wie Suppe oder Curry.
    • Kräuter kannst du in Eiswürfelformen in handliche Größen einfrieren.

    3. Das Einfrieren

    • Temperatur von -18 Grad reicht aus, um Gefrorenes dauerhaft zu lagern.
    • Im Optimalfall nicht auf bereits gefrorene Lebensmittel legen, sondern flach auf den Boden des Gefrierfachs, damit der Gefriervorgang gleichmäßig erfolgt.
    • Lebensmittel möglichst schnell einfrieren, damit keine Wasserkristalle entstehen. Häufiges Öffnen des Gefrierfachs vermeiden.

    Einfrieren: Erdbeeren auf Teller

    Was ist beim Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln zu beachten?

    Gemüse und Obst zum Kochen kannst du direkt in Topf oder Pfanne erhitzen. Aufgepasst: Die Garzeit ist kürzer als bei frischen Zutaten.

    Obst und Gemüse, das du roh verzehren willst, sowie fertige Gerichte taust du am besten langsam im Kühlschrank auf.

    Damit weiches Obst sich beim Auftauen nicht gegenseitig zerquetscht, solltest du es möglichst großflächig verteilen.

    Ganze Brotlaibe zuerst bei Raumtemperatur antauen und anschließend bei 200 Grad im Ofen fertig backen. Brötchen ebenfalls im Ofen auftauen. Ein Schälchen Wasser verhindert das Austrocknen.

    Darf ich einmal aufgetaute Lebensmittel wieder einfrieren?

    Das ist möglich, kann aber der Qualität und Haltbarkeit schaden. Je länger das Lebensmittel außerhalb des Gefrierfachs zubringt, umso mehr Zeit haben Mikroorganismen sich zu entwickeln.

    Einfrieren für Einsteiger – Wie du damit anfängst

    Du kannst mit dem Einfrieren jederzeit beginnen. Du musst nicht darauf warten, dass nach dem Essen etwas übrigbleibt. Warum nicht mit Absicht mehr kochen, damit du an einem kochfaulen Tag in der Zukunft nur ins Gefrierfach greifen musst?

    Um flexibel einfrieren zu können, solltest du mit einer Inventur des Gefrierfachs beginnen. Meist sammeln sich dort Reste und halbvergessene Speisen. Miste aus, dann kannst du den neu gewonnen Platz sinnvoll füllen.

    Damit du nach Lust und Laune einfrieren kannst, solltest du natürlich passende Gefäße parat haben. Gefrierbeutel reichen dafür aus, mir sind Frischhalteboxen aber lieber. Mit ihnen lässt sich der Platz im Gefrierfach besser nutzen.

    Du kannst sogar in Gläsern einfrieren. Das haben wir neulich mit dieser leckeren Zucchini-Mais-Suppe gemacht.

    Also worauf wartest du noch? Ran ans Gefrierfach.

    Wenn dir noch Ideen fehlen, wirf doch einen Blick in die saisonalen Lebensmittel im September, den Wochenplan Vegan für Einsteiger oder finden mit unserer einfachen Suche Rezepte nach deinem Geschmack.

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